Spieltag 13 / 20.01.2019

Heimschlappe gegen Bretten versetzt LiHoLi in kollektive Schockstarre

HSG LiHoLi – SG Sulzfeld/Bretten 26:28 (13:12)
Das erste Spiel im neuen Jahr hielt für die Hardt Tigers gleich eine ganz wichtige Begegnung im Kampf um den Abstieg parat. Gegen die im Tabellenkeller stehende SG Sulzfeld/Bretten wollte man am vergangenen Sonntag in der Linkenheimer Realschulsporthalle ein ordentliches Punktepolster schaffen.
Am Ende blieb leider nur Entsetzen und Wut der Zuschauer über die abgelieferte Leistung.
Dabei begann alles nach Plan. LiHoLi übernahm gegen den schwachen Gast sofort das Kommando und führte, ohne zu glänzen, schnell mit 6:1 (10.). Dieser Vorsprung wuchs bis auf 6 Tore an (9:3 – 16.), ehe ein totaler und unverständlicher Bruch im Spiel der HSG folgte. Unzählige technische Fehler wechselten sich ab mit einer ebenso unzähligen Flut an ausgelassenen Torchancen. Das baut wirklich jeden Gegner auf und zur Halbzeit war der komfortable Vorsprung auf ein Tor zusammengeschmolzen. 13:12 stand es nach 30 Minuten.
Viele der zahlreichen Zuschauer dachten sich, dass sich LiHoLi nach dem Wechsel wieder fangen würde. Leider war die Anzahl wirklich haarsträubender Fehler weiter dermaßen hoch, dass der wirklich schwache Gast das Spiel endgültig drehen konnte und nach 51 Minuten sogar mit drei Toren führte (22:25). Hinzu kam in dieser Phase eine völlig unnötige Rote Karte für Rückraumschütze Yann Majunke wegen einer dämlichen unsportlichen Aktion. Und dennoch reichte ein kurzes Aufbäumen, um nach 56 Minuten zum 26:26 auszugleichen. Doch statt ruhigen Kopf zu bewahren und den Schwung des Zwischenspurts zu nutzen verfiel man wieder in eine Fehlerkette, die lange nicht gesehen war, die dem Gast zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 26:28 Auswärtssieg bescherte. Am Ende stand manalso mit leeren Händen, ausdruckslosen, fassungslosen Gesichtern und hängenden Köpfen da, verfiel in kollektive Schockstarre und man fragte sich, was da eigentlich los war. Eine Mannschaft mit so wenig Motivation, Körpersprache und dem fehlenden Anstand sich voll in ein Spiel reinzuhängen, das für den weiteren Saisonverlauf so wichtig war hat man in Linkenheim schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Die Spieler um Trainer Funke müssen sich nun an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen und zeigen, dass sie ihre Farben auch deutlich besser vertreten können. Dazu gehört aber viel Selbstkritik und der Wille ordentlich und zahlreich zu trainieren, um dann mit einer ganz anderen Körpersprache und Selbstbewusstsein in den Wettkampf zu gehen. Am kommenden Sonntag kommt der sehr starke Tabellenführer vom TV Ispringen nach Linkenheim und es muss einem, ob der derzeitigen Verfassung der HSG LiHoLi, angst und bange vor der Herkulesaufgabe sein. Trotzdem muss jedes Spiel erst mal gespielt werden ….
Der Chronist will an dieser Stelle dann auch mal den viel benutzen Satz aufs Papier bringen: „Man muss immer einmal mehr aufstehen, als hinzufallen!“ In diesem Sinne: Mund abputzen, Krone richten und kämpfen bis zum Umfallen.
 
Team der HSG: Max Jentho (Tor); Nick Wilhelm (Tor); Pascal Jahnke (4); Justin Seitz (4); Michael Nagel; Marc Neher (5); Robin Wilhelm (3); Yann Majunke (6:2); Marcel Henschel (1); Pierre Ehnis; Linus Henschel; Henry Sebold (1); Dominik Dierfeld und Christoph Funke (2)

 

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